Ponto Policy Brief: Potenziale und soziale Risiken der Gig-Economy

Wie geht die EU damit um?

Von Alexandra Elisabet Merra

Abstract
Die Gig-Economy spielt eine immer größer werdende Rolle am Arbeitsmarkt. Damit gemeint sind Unternehmen wie Uber oder Lieferando, die mit ihrem verlockendem Angebot an schnellen und günstigen Dienstleistungen in den letzten Jahren viele Kund*innen gewinnen konnten. Im Alltag kommen wir mittlerweile ständig in Berührung mit Menschen, die in diesen Plattformunternehmen arbeiten und daraus ihr monatliches Einkommen beziehen. Mit dieser Arbeitsform gehen wirtschaftliche Potenziale, wie zum Beispiel die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen oder steigender Wettbewerb, einher, aber auch (soziale) Risiken und Herausforderungen. Schlechte Arbeitsbedingungen und prekäre Arbeitsverhältnisse für in der Gig-Economy Beschäftigte sind Gründe, weshalb die Europäische Union sich in der Verantwortung sieht, zu handeln. Dazu legte die EU-Kommission im Dezember 2021 einen Vorschlag für eine Richtline zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Menschen, die über digitale Arbeitsplattformen arbeiten, vor. Die im Vorschlag gestellte Forderung einer korrekten Bestimmung des Beschäftigungsverhältnisses der Personen, die Plattformarbeit leisten, sowie der Steigerung von Transparenz im algorithmischen Management, damit Entscheidungen von Menschen kontrolliert und gegebenenfalls angefochten werden können, sind erste wichtige Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Gig-Economy.
Mehr Mitsprache für Betroffene, eine stärkere Überprüfung der Einhaltung sozialer Rechte und zur Verfügung gestellte Ansprechpersonen für die vom algorithmischen Management getroffenen Entscheidungen stellen neben dem Vorschlag der EU weitere Lösungen des Problems dar. In diesem Policy Paper soll es vor allem darum gehen, wie die sozialen Risiken der Gig-Economy behoben werden können.

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